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Zero Waste: 7 Tipps für weniger Müll im Badezimmer


Sooo, nach langer Wartezeit ist er endlich da: mein erster Post mit sieben hilfreichen Tipps zur Müllvermeidung. Zero Waste heißt der Lebensstil, dem ich mich langsam annähern will. Was das ist und warum ich das Ganze veranstalte, habe ich an dieser Stelle ausführlich beschrieben. Und ohne langes Rumschwafeln geht’s nun los mit meinen sieben Tipps für weniger Müll im Badezimmer.

1. Verwende feste Seifen!

Feste seifen für zero wasteDer erste Tipp, mit dem man Plastikmüll im Badezimmer reduzieren kann ist der, feste Seifen zu verwenden. Feste Seifen gibt es nicht nur für die Hände, sondern auch fürs Gesicht, den Körper und die Haare. Der Allround-Künstler in dieser Kategorie ist Aleppo Seife. Die natürliche Seife bekommt man online oder in jedem Bioladen. Sie besteht aus Olivenöl und Lorbeeröl und eignet sich für Körper, Gesicht, Hände und Haare. Ich habe die Seife sogar schon zur Herstellung von selbstgemachtem Spülmittel verwendet. In diesem Blogpost habe ich bereits meine aktuellen Seifenlieblinge vorgestellt, vielleicht findest du dort die eine oder andere Inspiration.

 

2. Leg dir einen Rasierhobel zu!

Ohne Rasieren geht in der heutigen Zeit nichts mehr. Beine, Achseln, Intimbereich, Gesicht – alles muss glatt und gepflegt sein. Auch wenn ich diesen „Trend“ ätzend finde, beuge ich mich ihm dennoch. Mal abgesehen davon, dass Rasierklingen sauteuer sind und die Einwegrasierer nach wenigen Anwendungen total stupmf sind, bestehen sie auch immer zu einem Großteil aus Plastik. Eine Alternative zu herkömmlichen Rasierern ist der Gang zum Waxing oder aber ein Rasierhobel. Diese bestehen meist aus Edelstahl und verfügen über austauschbare Rasierklingen. Sicherlich muss man sich an die Handhabung gewöhnen, doch im Endeffekt hat man von einem Rasierhobel wesentlich länger was. Außerdem landen so keine Unmengen an Plastikrasierern mehr im Müll und den Meeren.

3. Kauf Zahnbürsten aus Holz!

hydrophil zanhbürste aus holzAlle drei Monate sollte man seine Zahnbürste wechseln. Alle drei Monate werfen wir also unsere Zahnbürsten, die zumeist komplettt aus Kunststoff bestehen, in den Mülleimer und ersetzen sie durch ein neues, plastikverseuchtes Modell. Nicht nur die Zahnbürsten selbst, sondern auch die Verpackungen verursachen jedes Jahr Tonnen von Müll. Klar, man könnte zur elektrischen Zahnbürste greifen, bei der man lediglich den Bürstenkopf austauschen muss. Doch ist auch dieser aus Plastik und kommt obendrein in einer Verpackung daher. Alternativen bieten Zahnbürsten aus Holz. Bekannte Hersteller sind z.B. Hydrophil oder Ecobamboo. Wer mehr über die Hydrophil Holzzahnbürste erfahren will, klickt einfach hier

4. Benutze wiederverwendbare Taschentücher & Wattepads!

Zum Abschminken verwendet man normalerweise Wattepads aus Baumwolle. Im Laufe der Jahre kommt so allerhand Müll zusammen. Einfacher und umweltschonender ist es, wennn man Wattepads selbst bastelt, z.B. aus alten Handtüchern oder Stoffresten. Im Internet findet man zahlreiche Anleitungen für selbstgemachte Wattepads zum Abschminken, Nagellack entfernen usw. Auch Taschentücher kann man problemlos aus alten Stoffresten basteln oder einfach die guten alten Stofftaschentücher aus Omas Zeiten rauskramen. Diese kann man dann einfach in der Waschmaschine mit Handtüchern, Bettwäsche und Co. mitwaschen und endlos lange wiedervenwenden.

5. Verwende Verpackungen wieder!

kosmetikverpackungen zero waste

Wer gerne neue Produkte ausprobiert, verursacht auch entsprechend viel Müll. Gerade bei kosmetischen Produkten wie Duschgels, Cremes usw. kann man viel Abfall einsparen, indem man die Verpackungen einfach wiederverwendet. Das bietet sich vor allem bei kleinen Probepackungen oder Tiegeln aus Glas an. Diese kann man dann idealerweise zum Abfüllen von Produkten benutzen, wenn man verreist. Ich entferne das Etikett, reinige die Fläschchen und Döschen im Geschirrspüler und befülle sie einfach neu. Besonders praktisch ist so ein Vorrat an leeren Kosmetikverpackungen, wenn man Kosmetik selber herstellt. Wobei wir auch schon beim nächsten Punkt sind. Ach so, übrigens gibt es Läden, wie z.B. Lush, die leere Verpackungen auch zurücknehmen.

6. Stell Kosmetik selber her!

Wir geben soviel Geld für Kosmetikprodukte aus. Mal abgesehen davon, dass konventionelle Kosmetik zum Teil sehr bedenkliche Inhaltsstoffe enthält und viele Hersteller ihre Produkte noch immer an Tieren testen lassen, befinden sich die meisten Produkte auch noch in fetten Plastikverpackungen, die häufig noch zusätzlich in einem hübsch bedruckten Karton daherkommen und sich durch den Materialmix kaum recyceln lassen. Wer Geld und Müll einsparen will, kann viele Kosmetikprodukte ganz einfach selber herstellen. So eignet sich beispielsweise Backpulver hervorragend als Trockenshampoo, Distelöl zum Abschminken und Natron als Deo. Überhaupt gehören Öle zu den absoluten Basics, wenn es um selbstgemachte Kosmetik geht. Vor allem Kokosöl ist vielseitig einsetzbar: zum Abschminken, als Zahncreme, für die Haarpflege u.v.m.

7. Steig auf eine Menstruationstasse um!

meluna menstruationstasseZu guter Letzt ein Zero Waste Tipp nur für uns Mädels: Menstruationstassen. Was auf den ersten Blick vielleicht etwas verstörend wirkt, ist in Wirklichkeit lebensverändernd. Überleg mal wieviele Tampons und Binden jeden Monat alleine in Deutschland zusammenkommen, wenn Millionen von Frauen „Besuch bekommen“. Menstruationstassen können Jahrzehnte verwendet werden und dämmem somit den Müllverbrauch um ein Vielfaches ein. Die Tassen gibt es in verschiedenen Größen und von verschiedenen Herstellern. Die Bekanntesten sind Me Luna und Lunette. Also los, trau dich, verbanne Tampons und Co. aus deinem Badezimmer und hilf dabei, die Welt ein Stück sauberer zu machen!

01-05-16 | 2 Kommentare | in Lifestyle

2 Kommentare zu Zero Waste: 7 Tipps für weniger Müll im Badezimmer

  1. Susanne sagt:

    Hallo Stephi,
    einen total schönen Blog, den du da schreibst.
    Ich finde das Thema sehr wichtig und ich benutze seit meiner Kindheit
    meistens waschbare Taschentücher. Die gibt es bei uns schon immer.
    Seife finde ich toll, nur für meine Haare eignet sie sich leider ganz und gar nicht.
    Die Menstruatuionstasse kann ich auch nur weiterempfehlen! Super, dass es sie mittlerweile auch beim Dm gibt. 😉 Ich mache auch gerne Kosmetik selber. Da weiß ich, was drin ist und es ist auch eine schöne Geschenkidee.
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
    Susanne

    • Stephanie sagt:

      Hallo Susanne,

      danke für dein Feedback. Ich finde es gut, dass du dich mit dem Thema Müllvermeidung beschäftigst. Dann kannst du dich ja auf die weiteren 6 Beiträge zum Thema freuen 🙂
      Hast du schon mal das feste Shampoo von Lush probiert? Das funktioniert ganz wunderbar.

      Viele Grüße
      Stephi

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