menu close menu

Nein, ich esse keine Tiere!


Heute dreht sich bei Beautynella mal ausnahmsweise nicht alles um Tussi-Kram, wie Make-up, Fashion oder Shopping, sondern um´s Essen.

Seit nunmehr vier Jahren (oder waren es fünf) bin ich Vegetarier. Ich habe schon früher relativ wenig Fleisch konsumiert, war pingelig was Fleischgerichte betraf und fand es schrecklich, wenn meine Mutter Sachen wie Pferdefleisch, Herzensuppe, Kaninchen oder anderes Getier zubereitet hat.

Nach und nach habe ich mich damit beschäftigt, wo das Fleisch, das wir essen, eigentlich herkommt, wie es sein kann, dass die Regale in den Supermärkten ein derart großes Angebot an Fleischwaren im Sortiment haben und wie es aus ökonomischer sowie ökologischer Sicht möglich ist, ein Kilo Fleisch für ein paar Cent anzubieten.

Ich begann also, mich mit entsprechender Literatur auseinanderzusetzen, schaute mir Dokus auf YouTube an, bestellte mir kostenloses Infomaterial bei Peta und vieles mehr. Vor allem nachdem ich Earthlings gesehen habe, ist mir der Appetit auf Fleisch vollends vergangen. Nach 22 Jahren meines Lebens habe ich begriffen, was es bedeutet, Fleisch zu essen.

Fleisch ist für mich kein Lebensmittel mehr, sondern lediglich das Endprodukt einer kranken Industrie, in der arme Kreaturen, die in engen Massentierhaltungen ein Leben voller Leid ertragen müssen, nur um uns Menschen den Luxus zu ermöglichen, das tägliche Wurstbrötchen, saftige Steaks u.s.w. zu verzehren.

Mit unserem übermäßigen Fleischkonsum schaden wir nicht nur den Tieren, sondern auch uns selbst, der Umwelt und anderen Menschen. Warum das so ist, will ich euch kurz stichpunkartig zusammenfassen:

  • Fleisch bedeutet den Tod zahlreicher Tiere

  • Allein in Deutschland werden jährlich 750 MILLIONEN Tiere für die Fleischindustrie geschlachtet (Fleischatlas)

  • Tiere werden zum Großteil unter derart brutalen Umständen gehalten, abtransportiert und geschlachtet, dass es moralisch nicht mehr verantwortlich ist

  • Fleisch ist nicht gesund

  • Wir sind mit tierischem Eiweiß und Fett geradezu überernährt

  • Fleisch ist mit Chemie und Antibiotika belastet

  • Die Fleischproduktion zerstört die Umwelt

  • Mehr als 20 % der gesamten CO2-Emission sind auf Massentierhaltungen zurückzuführen

  • Die Produktion von Fleisch benötigt zehnmal soviel Land und Energie wie die Produktion vegetarischer Kost

  • Wir essen der Dritten Welt das Essen weg

  • Um ein Kilogramm Fleisch zu produzieren, werden 15.000 Liter Wasser benötigt (250 Liter werden für 1 kg Kartoffeln benötigt)

  • Wir trinken der Dritten Welt das Wasser weg

Mir würden noch mindestens 1.000 weitere Gründe einfallen, die gegen das Fleischessen sprechen würden. Mein Hauptgrund, der mich zum Vegetarier gemacht hat, war definitiv die Moral. Ich kann und will das Essen toter Tiere nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Genau aus diesem Grund bin ich auch gerade auf dem Weg zur veganen Ernährungsweise und stelle meine Kosmetik auf vegane Naturkosmetik ohne Tierversuche um.

Wahrscheinlich fühlen sich manche bei dem Lesen dieses Artikeln angegriffen oder es ist ihnen schlichtweg egal, was für Leid auf der Welt vorhanden ist. Ich möchte niemanden belehren, lediglich zum Nachdenken anregen.

Viele von euch denken vielleicht auch genau wie ich, wollen aber einfach nicht auf den Geschmack von Fleisch verzichten und fühlen sich in ihrer Essenswahl eingeschränkt. Um euch zu zeigen, wie einfach und vor allem lecker die vegetarische bzw. vegane Ernährung ist, möchte ich euch ab sofort regelmäßig an meinen Essgewohnheiten teilhaben lassen und werde Rezepte vorstellen, die man schnell und einfach nachkochen kann.

Seid gespannt!

17-02-14 | 2 Kommentare | in Lifestyle

2 Kommentare zu Nein, ich esse keine Tiere!

  1. Man, ich lese so oft bei Dir und schreibe nie was.
    Ich bin so ne Kommentier-Lusche, furchtbar.

    Jedenfalls:
    Ich als Fleischesserin fühle mich von deinem Posting überhaupt nicht angegriffen weil du Recht hast.
    Ich bin gespannt auf deine Rezepte und hoffe insgeheim, dass Du so tolle Sachen zeigst, dass ich tatsächlich auf den Geschmack kommen könnte 😉

    Find es wirklich toll was du hier machst, das wollt ich schon immer mal sagen.
    Die Infos über Kosmetik und deren Inhaltsstoffe helfen wirklich weiter und du bist mit einer der Gründe gewesen, weshalb ich überhaupt angefangen habe, mich mit INCIs auseinander zu setzen 😉

    Liebe Grüße
    Sandra

Hinterlasse einen Kommentar:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*