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Bedenkliche Inhaltsstoffe in Kosmetika: BENZOESÄURE


Was ist Benzoesäure?

Benzoesäure ist ein chemischer Konservierungsstoff, der natürlich in vielen Pflanzen und Früchten vorkommt, heute aber aus Erdöl gewonnen wird. Man findet den Inhaltsstoff auch unter der englischen Bezeichnung Benzoic Acid oder dem Code E 210.

Benzoesäure hat einen intensiven Geruch und ist gut brennbar. Wegen ihrer Wirkung Bakterien und Pilze abzutöten, wird sie auch als Biozid eingesetzt.

Benzoesäure in Lebensmitteln

Benzoesäure findet sich in Früchten, wie zum Beispiel im Paradiesapfel Malus pumila, verschiedenen Beeren, wie Preiselbeeren (bis 0,24 % Gehalt), Himbeeren, Heidelbeeren und Pflaumen (Gehalt 0,1–0,2 %). Zudem kommt Benzoesäure auch in vielen tierischen Lebensmitteln wie Milch und Milchprodukten sowie in Honig vor.

In der Lebensmittelindustrie wird Benzoesäure (E 210) als Konservierungsmittel häufig in haltbaren Nahrungsmitteln eingesetzt, wie beispielsweise Ketchup, Senf und anderen Saucen, sowie Wurst, Margarine, Fischsalaten und vielen anderen Produkten, vor allem aber bei sauer eingelegten Lebensmitteln. Auch Softdrinks und Energydrinks, wie Monster Energy, enthalten den bedenklichen Stoff.

Benzoesäure in Kosmetika

Benzoesäure findet insbesondere in der Parfümindustrie Verwendung. Auch in medizinischen Produkten, wie Desinfektionstüchern kann Benzoesäure enthalten sein. Selten findet man den Stoff auch in Spülungen, Sonnencreme, Mundspülungen, feuchtem Toilettenpapier, Duschgel, Cremes und Nagellackentferner.

Shampoos sind relativ häufig mit Benzoesäure, die auch als Konservierungsstoff in Tabakprodukten verwendet wird, belastet. Da der Stoff natürlich vorkommen kann, ist er für Naturkosmetika zugelassen.

Warum ist Benzoesäure bedenklich?

Benzoesäure kann allergisierend wirken und die Haut reizen. Erstes ist vor allem bei Menschen der Fall, die auf Salicylsäure reagieren. Obwohl Benzoesäure gut vom Körper abgebaut wird, gilt der Stoff laut EU-Gefahrenstoffkennzeichung als gesundheitsschädlich. Die zugelassene Höchstmenge beträgt 0,5 Prozent.

Aufgrund des hohen Allergierisikos sollten Produkte, die Benzoesäure enthalten, vor allem von Allergikern und Asthmatikern gemieden werden. Benzoesäurehaltige Lebensmittel sollten zudem nicht an Katzen verfüttert werden, da für diese schon 5 Promille des Stoffes tödlich sein können. Benzoesäure steht außerdem im Verdacht, Hyperaktivität bei Kindern auszulösen.

Lebensmittel, die Benzoesäure enthalten, sollten aufgrund der genannten Nebenwirkungen eher gemieden werden, als Kosmetika, die den Inhaltsstoff enthalten, da es sich hierbei häufig um Produkte handelt, die ausgespült werden.

17-10-14 | 3 Kommentare | in Beauty, INCI, Lifestyle

3 Kommentare zu Bedenkliche Inhaltsstoffe in Kosmetika: BENZOESÄURE

  1. einefrage sagt:

    Benzoe an sich (nicht die Säure) lese ich immer wieder auf der Zutatenliste von Naturkosmetik. Ist das von der Wirkung her etwas anderes, also unbedenklich?

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