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Bedenkliche Inhaltsstoffe in Kosmetika: FORMALDEHYD


Was ist Formaldehyd?

Formaldehyd ist eine chemische Verbindung, die in der Natur in Säugetierzellen, in Früchten wie Äpfeln oder Weintrauben sowie in Holz vorkommt. Formaldehyd ist ein Ausgangsstoff zur Herstellung verschiedener Kunststoffe und wird in der Kosmetikindustrie als Konservierungsstoff eingesetzt. Seinen Namen hat der Stoff von der Ameise (lat. formica). Formic Acid (Ameisensäure) wird als Ersatzstoff für Formaldehyd verwendet und ist in geringen Mengen gut verträglich.

Andere Bezeichnungen von Formaldehyd sind:

  • Methanal
  • Methylaldehyd
  • Oxomethan
  • Formylhydrat
  • Ameisensäurealdehyd
  • Ameisenaldehyd
  • Formalin/Formol

Daneben gibt es Formaldehydabspalter. Formaldehyd abspaltende Stoffe sind noch stärker antimikrobiell als Formaldehyd selbst, weshalb auch diese gerne in Kosmetik verwendet werden und auf der INCI-Liste mitunter schwer zu entlarven sind.

Folgende Bezeichnungen gelten als Warnsignal:

  • Bronopol
  • DMDM Hydantoin
  • Diazolidinyl Urea
  • Imidazolidinyl Urea
  • Quaternium-15
  • Sodium Hydroxymethylglycinate
  • Methenamine
  • 2-Bromo-2-nitropropane-1,3-diol
  • 2,4-Imiazolidinedione
  • 5-Bromo-5-nitro-1,3-dioxane

Formaldehyd in Kosmetika

Da sich Formaldehyd billig produzieren lässt, wird es in der Kosmetikindustrie als Konservierungsstoff eingesetzt und darf in Kosmetikpräparaten in Dosen zwischen 0,05 und 0,2 Prozent enthalten sein. Der Stoff vernichtet Pilze, Keime und Viren und deckt dabei ein großen pH-Bereich ab. Aufgrund seiner Größe kann das Molekül leicht in Zellen eindringen.

Formaldehyd und Formaldehydabspalter finden sich vor allem in Cremes, Make-up, Deo, Shampoo, Haarfärbemitteln und Flüssigseifen. Kosmetika, die den Inhaltsstoff enthalten, müssen bei der Kennzeichnung den Hinweis „enthält Formaldehyd“ tragen, sofern die Formaldehydkonzentration im Endprodukt 0,05 Prozent überschreitet. In Mundepflegemitteln ist Formaldehyd nicht erlaubt.

Auch in der Nagelpflege kommen Formaldehyd und Formaldehydabspalter zum Einsatz, wo es dafür sorgt, dass der Lack auf den Nägeln nicht splittert und die Nägel gehärtet werden. Zur kosmetischen Nagelhärtung ist Formaldehyd in Konzentrationen bis zu fünf Prozent erlaubt. Die meisten Nagellacke enthalten ebenfalls Formaldehyd. Wer auf den Stoff verzichten will, sollte auf den Hinweis „3 Free“ achten. Die meisten Naturkosmetikfirmen haben 3-Free-Nagellacke im Angebot, wie beispielsweise Benecos.

In Selbstbräunern kann der Inhaltsstoff Dihydroxyaceton (DHA) zur Bildung von Formaldehyd führen.

Warum ist Formaldehyd bedenklich?

Er zählt zu den hochreaktiven und zellschädigenden Stoffen, darf aber dennoch in kosmetischen Produkten eingesetzt werden. Formaldehyd in kosmetischen Produkten wird wegen seiner hautreizenden Wirkung als bedenklich eingestuft. Daneben steht die Chemikalie im Verdacht, Krebs zu erregen.

Des Weiteren kann Formaldehyd Allergien auslösen und wirkt in hohen Konzentrationen reizend auf die Atemwege und Schleimhäute. Formaldehyd begünstigt zudem Kontaktallergien, die Rötungen und Juckreiz rund um den Nagel auslösen können.

Für Naturkosmetik ist die Chemikalie nicht zugelassen.

21-12-15 | 0 Kommentare | in Beauty, INCI

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